Die schwarze Zunft vor schwarzer
Zukunft?
Ja, wir haben oft die Schnauze voll, von Menschen, die
unsern guten Willen aus immer dem gleichen Grund ausnutzen.
Völlig unbescheiden können wir von uns sagen,
dass wir gut sind im Mitdenken, im Beratungsgespräch
und in der Produktqualität. Reklamationen sind uns
beinahe fremd.
Jedes Angebot wird kostenlos erstellt,
egal wie umfangreich es ist. Nur stellen wir seit
längerem dabei fest, dass unsere Arbeit nur
als Alibi für irgendwelche Machenschaften gebraucht
wurde. Wir leben in einer Zeit, in der nicht mehr
die seriöse Qualität zu einem seriösen
Preis verlangt wird, es zählt nur noch die Einbildung,
billig eingekauft zu haben. Was hinten heraus kommt,
interessiert vielleicht noch die Marketing- und Werbeabteilung,
für den Einkäufer gilt nur der unfaire
Preis. Diese überforderten Geschöpfe vergleichen
immer Äpfel mit Birnen, haben von Tuten und
Blasen keine Ahnung, aber hautsächlich billig,
damit der Chef mich lobt. Die Endabrechnungen sind
oft viel höher, weil der bekannte Zusatzaufwand
vorsichtshalber nicht beziffert wurde. Wir nennen
immer Ross und Reiter, unsere Angebote sind immer
deckungsgleich mit unseren Rechnungen, aber wen interessiert
das heute noch? Papier ist geduldig, davon können
wir als Drucker ein besonders schönes Liedchen
singen.
Das vorliegende Konzept ist bei
uns in offenen Armen gelandet! Mit etlichen Kollegen
sind wir uns einig, dass wir keine Alibiangebote
mehr abgeben. Sollen die feschen Schmarotzer doch
in ihrem eigenen Saft schmoren, sie fordern den Betrug
heraus, es gibt genug schwarze Schafe, die mitblöken,
die inzwischen nur noch von schlechter Qualität
und kaputten Preisen leben. Als Partner in diesem
Konzept werden auch wir die Faust auf den Tisch stellen
und dann Tacheles reden. Entweder fair, oder nie
mehr. Über zwanzig kompetente Mitarbeiter haben
mir den Rücken gestärkt, Chef, stell’ die
Faust auf den Tisch, wir boxen Dich durch, Tag und
Nacht! zu liefern!