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Von Menschen, die uns den Spaß an der Arbeit verderben. Oder: Es muss doch einen Sinn haben!



Ist der banale Tausch von Arbeitskraft gegen Geld zu möglichst guten Konditionen der Sinn und Zweck unserer täglichen Aufgaben?

Nur wer in dem, was er tut einen persönlichen Sinn sieht, kann auch Spitzenleistung erbringen! Wer eine kreative Idee oder revolutionäre Vision hat, und seien sie noch so klein und bescheiden, fragt nicht nach Urlaub, Tarifvertrag oder Gehalt. Das einzige, was wir Denkenden wirklich wollen, ist die Anerkennung für das, was wir leisten und wer wir sind. Wahre Erfüllung finden wir nur dann, wenn wir unsere individuellen Talente wertfrei zum Einsatz bringen können.

Diese Aussagen würden viele Menschen unterschreiben, wenn da nicht diese Miesmacher, Profitjäger, „da kommt es doch nicht so drauf an Sager“ wären, die durch ihre Geldfixierung jeden Spaß an der Arbeit rauben, nur um das allerletzte Prozent an Profit, auf wessen Kosten auch immer, herauszuschlagen. Wie sollen wir der nächsten Generation humane Werte vermitteln, wenn die alles entscheidende Frage lautet:

Was habe ICH davon?

Müssen wir die Qualität unserer Arbeit soweit absenken, damit wir mit Billiglohnländern konkurrieren zu können oder gibt es einen anderen Weg? Wenn sich die Bosse der Bosse bewusst machen würden, dass nicht nur deren Brut Kultur verdient hat, sondern das Kultur für jeden Menschen erlebbar sein muss, das Würde und das Recht auf Familie für jeden gilt und nicht nur für Geldhaie, dann bekäme Arbeit wieder ein höheres und befriedigenderes Niveau. Für das inzwischen angekratzte „Made in Germany“ könnte dies ein neuer Weg in alte Qualitäten werden. Man bedenke, neben Luft und Wasser gilt heute Anerkennung als wichtigstes Lebensmittel.

Wir haben also nicht von uns die Schnauze voll, sondern von den sogenannten Machern, die unsere Lust zu arbeiten mit Dreck bewerfen und für die eigenen Fehler noch in Millionenhöhe abgefunden werden.

Holger Breznik
 

Fotograf, Duisburg


Der Fotograf und Gestalter Holger Breznik hat trotz unzähliger Fotos und gestalteten Seiten immer noch unverblümten Spaß an seiner Arbeit. Er lässt sich weder in seiner Kreativität noch in seinem Handwerk negativ beeinflussen, ärgert sich aber zu recht über die Knipserei und Bastelei von kritiklosen Amateuren, die mit ihrer Ahnungslosigkeit und mangelndem Qualitätsanspruch die Kultur der Kommunikation vernichten. Hauptsache billig, Qualität ist nur für Idioten!

 

...über Geschmack und Niveau kann
man nicht streiten?